Beiersdorf

 

Die Gründung von Beiersdorf erfolgte nach 1200. Bei der ersten urkundlichen Erwähnung 1272 wird der Ort als bischöflich-meißnisches Zinsdorf aufgeführt. Die Entwicklung begann mit zwei Rittergütern.Von 1780 an gehörte ein Gut Johann Georg Weynhardt, der sich als Arzt einen guten Ruf erworben hatte und in Beiersdorf eine vielbesuchte Heilanstalt einrichtete. Das saubere und reichlich vorhandene Wasser begünstigte auch die Anlage von Bleichereien und Färbereien. Die Hausweberei kam im 17. Jahrhundert auf und war um 1850 die Hauptbeschäftigung. Die weitere Entwicklung der Industrie erfolgte durch den Bau einer Schmalspurbahn 1882 -1945. Die Bahnlinie wird heute als Rad- und Wanderweg genutzt. 1909 richtete die Innere Mission eine Heilstätte für Alkoholkranke. Der Bieleboh ist mit 499,4 m die höchste Erhöhung im Ort. Der Gebirgsverein Oberes Spreetal unterstützte den Bau eines Aussichtsturmes und des Gasthauses, welches 1883 eingeweiht wurde. Seit 2015 ist die Gaststätte geschlossen. Sehenswert in Beiersdorf ist das Sühnekreuz von 1663, die Kirche von 1855, das Rittergut mit Parkanlage (Heil und Krankenanstalt) und die vielen denkmalgeschützten Fachwerk und Umgebindehäuser.
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